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Calcetin, von mir Socke genannt, ist das beste Beispiel, warum man nicht das Kriterium der Schönheit an erster Stelle beim Pferdekauf stehen haben sollte.

Mit seiner Statur, seiner außergewöhnlichen Farbe und seiner absoluten Wendigkeit hat er mir auf Anhieb gefallen, leider ist der Spatz im Alltag nicht immer das einfachste Modell Pferd.

Socke hat mich und einige andere Menschen schon desöfteren zum Rätselraten gebracht und kreative Lösungen im Umgang mit ihm eingefordert. Ein großes Dankeschön gilt auch meiner (Mehr-als-)Reitbeteiligung Celine und ihrer Entschlossenheit niemals nicht aufzugeben. 

Das Vertrauen und die Mitarbeit von Socke muss man sich hart verdienen. Sein Gerechtigkeitssinn ist stark ausgeprägt, hat er also das Gefühl nicht verstanden zu werden, macht er gedanklich "dicht" und mit ungewohnten Dingen in seinem gewohnten Umfeld mag er prinzipiell gar nicht gerne umgehen.

Unsere Erfahrung mit Socke hat gezeigt, dass sich manche Themen erstaunlich schnell verändern können, wenn man nicht am Symptom arbeitet, sondern die Ursache betrachtet.

Sobald das Nervensystem mehr Sicherheit erfährt und aus dem permanenten Alarmmodus herausfindet, lösen sich manche vermeintlichen Probleme nahezu von selbst auf. Ängste werden kleiner, Reaktionen weniger intensiv und das Pferd wird wieder zugänglich für Kommunikation, Lernen und echte Zusammenarbeit.

 

Manchmal ist es nicht die folgende Frage, die wir uns stellen sollten: „Wie bekomme ich dieses Verhalten weg?“, sondern vielmehr: „Was braucht dieses Pferd, um sich sicher zu fühlen?“ Oft liegt genau dort der Schlüssel für nachhaltige Veränderung.

 

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